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Eine Begegnung mit Nikolaus Reinecke

Seit über 20 Jahren unterhält Nikolaus Reinecke sein Atelier im Stammelbach-Speicher in Hildesheim. Dort entsteht besondere zeitgenössische Kunst. Mit einem groben Duktus malt Reinecke überlebensgroße Portraits und Aktgemälde. Anders als andere Künstler erstellt er keine perfekte Kopie eines Fotos, er malt vor dem Modell. So wird ein Moment festgehalten, der während der Begegnung zwischen Künstler und Portraitiertem entsteht. In Zeiten von High-Definiton-Kameras ist es genau das, was uns fehlt, die Auseinandersetzung des Künstlers mit unserer Persönlichkeit. Je nach Größe des Gemäldes verbringen Künstler und sein Gegenüber zwischen 8 und 30 Stunden im Atelier.

Und sonst so?
Nikolaus Reinecke ist, neben seiner Haupttätigkeit als freier Künstler, Dozent an der HAWK und der Universität Hildesheim. Hier gibt er Kurse zum Aktzeichnen und zur Malerei.
Außerdem bietet er Workshops in seinem Atelier und anderswo an.

Lisa Kayser

 

Ein Film von Julia Dittrich und Arne Herden

 

​"Künstlerisches Schaffen hat eine zentrale Bedeutung in meinem Leben. Seit zwanzig Jahren ist der Mensch mein favorisiertes Thema. Alle Bilder entstehen dabei vor dem Modell, nicht nach Skizzen oder Fotografien.

Eine meiner Ausstellungen trug den Titel "Annäherungen". Diese Bezeichnung ist durchaus mehrdeutig zu verstehen. Einerseits steht das Wort für eine künstlerische Arbeitsweise. Andererseits beschreibt es die Situation zwischen dem Künstler und seinem Modell, bei der nicht nur ein Bild, sondern immer auch eine Beziehung zwischen zwei Personen entsteht.

Es ist wichtig für mich, einen lebendigen Menschen vor mir zu haben und beim Malen oder Zeichnen mehr über ihn zu erfahren. Das Modell gibt die Impulse. Meine Arbeiten erzählen viel von meinem Gegenüber, aber natürlich auch von mir.

Normalerweise suche ich mir ein Modell, mit dem ich arbeite. Gerne nehme ich aber auch Aufträge für Portraits oder Aktbilder entgegen. Der Auftraggeber, die Auftraggeberin sollte sich jedoch im Klaren darüber sein, dass dabei kein gehübschtes Abbild entsteht, sondern ein Bild, das meiner künstlerisch-subjektiven Sichtweise entspricht."

 

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